Fraunhofer-Institut für Windenenergie und Energiesystemtechnik

Das Fraunhofer-Institut für Windenenergie und Energiesystemtechnik IWES forscht im gesamten Spektrum der Windenergie sowie der Integration von erneuerbaren Energien in Versorgungsstrukturen. Die Forschung zu Energieeffizienz und modernen Formen der Energiespeicherung umfasst neben Windkraft auch Photovoltaik und Biomasse.

Das Fraunhofer IWES wurde 2009 gegründet und ist aus dem ehemaligen Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik CWMT in Bremerhaven sowie dem Institut für Solare Energieversorgungstechnik ISET e.V. in Kassel hervorgegangen. Am Fraunhofer IWES arbeiten derzeit etwa 250 Wissenschaftler, Angestellte und Studenten. Das Jahresbudget beträgt rund 22 Mio. Euro.

Die Technologieentwicklung „Power-to-Gas“Das IWES hat 2008 zusammen mit dem ZSW das Konzept „Power-to-Gas“ entwickelt, welches die Kopplung von Strom- und Gasnetzen ermöglicht. Im zukünftigen Energiesystem wird die "Power-to-Gas"-Technologie einen wichtigen Baustein zur Langzeitspeicherung darstellen und eröffnet zusätzliche Freiheitsgrade für den Energietransport sowie die Erzeugung eines regenerativen chemischen Energieträgers für den Verkehrssektor.

In diesem Zusammenhang beschäftigt sich das IWES insbesondere mit Konzepten zur Einbindung von "Power-to-Gas" in das Energiesystem. Die elektrotechnische Integration ist dabei das Kern-Know-How des IWES. Der Fokus liegt auf den Herausforderungen, die bei zunehmender erneuerbarer Stromeinspeisung an die Stromversorgung gestellt werden. In verschiedenen dynamisch-simulierten Energieszenarien hat das IWES bereits zahlreiche Untersuchungen zu diesem Thema veröffentlicht. Dazu zählt die BMU Leitstudie 2010, das Energiekonzept 2050 des Umweltbundesamtes und das Energiekonzept des FVEE. Darüber hinaus wurden auch einige energiewirtschaftliche Untersuchungen für Partner aus der Industrie durchgeführt.

Neben der systemischen Betrachtung befasst sich das IWES ebenso mit Untersuchungen für konkrete Anlagenstandorte, z.B. mit der Verknüpfung von Biogasanlagen als CO2-Quelle für die Methanisierung und der Anlageneinbindung in regionale Energiekonzepte.

 

 

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