Eckpunktepapier: Beitrag von Power to Gas zur Erreichung der energiepolitischen Zielstellungen

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Eckpunktepapier vom 04.11.2013

Zusammenfassung des Eckpunktepapiers:
Die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung stellen hohe Anforderungen an das gesamte Energiesystem hinsichtlich der Vermeidung von CO2-Emissionen und der Reduktion des Primärenergiebedarfs.

Die Power-to-Gas-Technologie trägt als Systemlösung dazu bei, die energiepolitischen Zielstellungen für die Nutzungsbereiche Mobilität, Industrie, Wärmeversorgung und Stromerzeugung zu erreichen. Power to Gas bietet somit die Chance, um von der Stromwende hin zu einer Energiewende zu gelangen. Die Power-to-Gas-Technologie ist aus technologischer Sicht heute einsatzfähig. Die Weiterentwicklung und Optimierung von Verfahren, Komponenten und Anlagenkonzepten wird von der Branche kontinuierlich vorangetrieben, sofern eine Markteinführung ermöglicht wird.

Zur Markteinführung für Power to Gas sind politisch flankierte Markteinführungsinstrumente sowie die Anrechenbarkeit von erneuerbarem Wasserstoff und Methan auf die Biokraftstoffquote bzw. Treibhausminderungsquote notwendig. Mittel- bis langfristig ist die Berücksichtigung von Power to Gas in einem angepassten Marktdesign notwendig.

Um die großtechnische und vor allem auch wirtschaftliche Machbarkeit der Systemlösung Power to Gas unter Beweis zu stellen, ist es aus Sicht der Partnerinstitutionen der Strategieplattform Power to Gas zielführend und notwendig, den verstärkten Zubau von Anlagen in den kommenden zehn Jahren anzustreben und mit einer konkreten Zielsetzung zu verknüpfen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2022 Power-to-Gas-Systeme mit einer Leistung von insgesamt 1.000 MW zu installieren und zu betreiben.

Die kommerzielle Markteinführung im Megawatt-Maßstab stellt sicher, dass die Technologie kostengünstig zur Verfügung steht, wenn sie im (energiewirtschaftlich relevanten) Gigawatt-Maßstab benötigt wird: Power to
Gas
bietet die Möglichkeit, wesentliche Beiträge zur Erreichung der Klimaschutzziele im Mobilitätssektor zu leisten, große Speicherkapazitäten zu erschließen und erlaubt zudem geschlossene CO2-Kreisläufe sowie die effiziente Weiternutzung der existierenden Gasinfrastrukturen.

Wasserstoff und Methan können im sogenannten Power-to-Gas-Verfahren hergestellt werden. Dabei wird erneuerbarer Strom im Elektrolyseverfahren in Wasserstoff umgewandelt. Anschließend kann der Wasserstoff mit Kohlendioxid zu Methan weiterverarbeitet werden. Die Anrechenbarkeit der so gewonnenen Gase würde die Vielfalt an regenerativen Kraftstoffen deutlich erhöhen. Dies ist wichtig, da die Kapazitäten für biogene Kraftstoffe begrenzt sind. Darüber hinaus haben Kraftstoffe aus Wind- und Sonnenenergie ein höheres Treibhausgasminderungspotenzial. Das heißt, der Einsatz der gleichen Menge dieser Kraftstoffe führt im Vergleich zu biogenen Varianten zu weniger Treibhausgasemissionen.

Erneuerbar erzeugter Wasserstoff könnte auch direkt im Raffinerieprozess zur Herstellung von Kraftstoff eingesetzt werden. Auch um hierfür die notwendigen Anreize zu setzen, wäre eine Anpassung des derzeitigen Referentenentwurfs notwendig.