Thesenpapier Technik und Technologieentwicklung

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Thesenpapier Technik und Technologieentwicklung (Stand Juni 2012)

Zusammenfassung des Thesenpapiers:
Die Projektpartner der Strategieplattform empfehlen die konsequente Weiterverfolgung der Systemlösung Power to Gas als einen zukunftsträchtigen Pfad für die Unterstützung der Integration der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, der zugleich die weitere Ausbaustrategie der regenerativen Energieversorgung stützt.

Im Hinblick auf die zu lösende Fragestellung der Technologieentwicklung stellen die Projektpartner insbesondere die nachfolgenden Aspekte zusammenfassend in den Fokus:

  • Es besteht bereits heute Handlungsbedarf, im Hinblick auf den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, Speichertechnologien (weiter-) zu entwickeln und wirtschaftlich attraktiv zu gestalten.
  • Der Energieträger Gas kann zukünftig dazu beitragen, die Stromnetze im Kontext des angestrebten Ausbaus der erneuerbaren Energien zu entlasten, ersetzt jedoch den geplanten und dringend benötigten Netzausbau in keiner Weise.
  • Die Systemlösung Power to Gas verfolgt die Zielsetzung, das bestehende Erdgasnetz als Großspeicher für den Ausgleich fluktuierender erneuerbarer Stromerzeugung in Deutschland technisch sowie langfristig auch wirtschaftlich nutzbar zu machen.
  • Für die Langzeitspeicherung von Strom aus erneuerbaren Energien in Deutschland kommen nach dem heutigen Stand der Technik nur chemische Energieträger wie z.B. Wasserstoff und synthetisches Erdgas infrage.
  • Beide Optionen – die Einspeisung von Wasserstoff und von synthetischem Erdgas in das vorhandene Erdgasnetz – sind aus Sicht der Strategieplattform Power to Gas parallel weiterzuverfolgen.
  • Die Erforschung und Festlegung unbedenklicher Grenzwerte für die Beimischung von H2 in das Erdgasnetz, v.a. unter Berücksichtigung eines einheitlichen Qualitätsstandards als Grundlage für optimierte Anwendungstechnologien und den Gasnetzbetrieb, sind für die Implementierung von Power to Gas notwendig.
  • Der Fokus für die weitere Forschung und Entwicklung muss auf die Aspekte Systemeinbindung („System EE-Erzeuger, Wasserelektrolyseure, Gas- und Stromnetz“), Dynamik, Senkung der Investitionskosten, Lebensdauer und Effizienzsteigerung der entsprechenden Anlagen gelegt werden.
  • Langzeittests für die Methanisierung und Katalysatorstandfestigkeit werden benötigt. Dabei sollte eine Modularisierung der benötigten Anlagen vorangetrieben werden und eine Schnittstellendefinition der Kernkomponenten und aller Anlagensubsysteme erfolgen.
  • Die Normierung und Zulassung elektrolytischer Wasserstoff-Erzeugungsanlagen sowie von Methanisierungsanlagen sind erforderlich, um eine Inbetriebnahme und Erprobung an konkreten Standorten im deutschen Energiesystem zu ermöglichen.

Um eine ökonomisch tragfähige Erschließung der Systemlösung Power to Gas zu ermöglichen, bedarf es der Gewährleistung geeigneter Rahmenbedingungen. Diese sind zugleich Voraussetzung dafür, dass der Technologietransfer von der Forschung in die Anwendung gelingen kann.