CO2RRECT

CO2RRECT heißt eine Initiative, in der sich 15 Partner aus chemischer Industrie, Energiewirtschaft und Wissenschaft zusammengetan haben. Die Abkürzung CO2RRECT steht für „CO2-Reaction using Regenerative Energies and Catalytic Technologies“.

Konkret geht es darum, die aus Sonne und Windkraft erzeugte Energie für die Wasser-Elektrolyse zu nutzen, um mit dem erzeugten Wasserstoff kohlestämmiges CO2 in Basischemikalien umzuwandeln. Die chemische Umsetzung von CO2 mit Wasserstoff wird bei Bayer Technologies Services in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wissenschaft entwickelt und getestet.

Im Rahmen des Versuchsbetriebs soll vor allem die Flexibilität des Elektrolyseurs von Siemens für einen Einsatz in einem Stromverbund mit hohem Anteil Erneuerbarer Energien erprobt werden.

Bayer Technology Services (BTS) steuert das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt, an dem neben RWE Power auch Siemens, Bayer MaterialScience (BMS) sowie zehn weitere Einrichtungen aus Hochschule und Wissenschaft beteiligt sind.

Ergänzend zum Elektrolyse-Testbetrieb außerhalb des BMBF-Projekts CO2RRECT wird am Standort Niederaußem in einem Katalysatorteststand der weitere Prozessschritt in der Power-to-Gas Kette untersucht. Hier können der Wasserstoff aus der Elektrolyse und Kohlendioxid, das aus der Rauchgaswäsche des Braunkohlekraftwerks Niederaußem stammt, genutzt werden, um durch Katalysatoren Methan bzw. Methanol herzustellen. Der Katalysatorteststand wurde in Eigenregie von RWE Power entwickelt und soll die Frage beantworten, ob die am Markt verfügbaren Katalysatoren für das CO2 aus Braunkohlenkraftwerken geeignet sind ist.

Es gilt, langfristig drei Ziele zu erreichen: die in Spitzenzeiten - bisher ungenutzte - elektrische Energie aus regenerativen Quellen sinnvoll einzusetzen, die Emissionen von Kohlendioxid (CO2) zu senken sowie den Verbrauch von fossilen Rohstoffen zu reduzieren.

In der folgenden Tabelle sind die wesentlichen Daten zum Projekt zusammengestellt.

ProjektnameCO2RRECT
KategorieForschung
Betriebszustandin Betrieb
Einweihung01.02.2013
Eingangsleistung Strommax 300 kW_el
H2-Produktionmax. 50 Nm³/h
SNG-Produktionkeine
CO2-QuelleBraunkohlekraftwerk Niederaußem
Abwärmenutzungkeine
StandortInnovationszentrum Kohle am Kraftwerk, Niederaußem