HYPOS - HYDROGEN POWER STORAGE & SOLUTIONS EAST GERMANY

Zentrales Ziel des Projekts ist die umfassende Nutzung von Strom, insbesondere des temporären Stromüberschusses, aus Wind und Sonne zur wirtschaftlichen Erzeugung von Wasserstoff über Elektrolyse in großtechnischem Maßstab. Wasserstoff als chemischer Energieträger würde dann der Wirtschaft vielgestaltig als chemischer Grundstoff, als Kraftstoff für mobile Anwendungen, zur Wärmeerzeugung aber auch zur Elektroenergieerzeugung zur Verfügung stehen.

HYPOS Wertschöpfungskette (Quelle: HYPOS)

Das HYPOS-Projekt koordiniert und nutzt die konzertierte Kompetenz von ostdeutschen Industrieunternehmen aus den Bereichen Energiewirtschaft, Chemie, Anlagenbau (u.a. Linde, VNG, Air Liquide) im Verbund mit kleinen und mittleren Unternehmen, Hochschulen und Großforschungseinrichtungen.
An dem Projekt sind rund 90 Partner aus verschiedenen Branchen, aus Ost- und Westdeutschland, aus großen wie aus kleinen und mittleren Unternehmen, aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen beteiligt. Sie kommen vor allem aus der Energiewirtschaft, der Chemie, dem Anlagenbau, aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es konnten auch Partner aus den alten Bundesländern bzw. dem europäischen Ausland gewonnen werden.
Primärziel ist die daraus folgende Herausbildung eines Initialkonsortiums im Rahmen der BMBF-Ausschreibung „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“.

Vorhandene Infrastrukturen in der Region unterstützen effizient und kostensenkend die Speicherung des Produkts und dessen Transport in die unterschiedlichsten Nutzungsbereiche. Durch das Erschließen technologiebezogener Kostensenkungspotenziale – nicht zuletzt durch die Realisierung von Technologiesprüngen und Skaleneffekten – und in Verbindung mit übergangsweiser Nutzung bestehender Vergütungssysteme (z. B. Regelenergiesystem, CO2-Zertifikate) kann und soll es gelingen, diese Form der Energietransformation und -speicherung wirtschaftlich tragfähig zu etablieren.

Zudem sollen zentrale Lösungen sinnvoll mit dezentralen Lösungen verknüpft werden, um Stromnetze und Wasserstoffversorgung in der Fläche entlasten zu können. Die erforderlichen Forschungs- und Entwicklungsleistungen erfassen die technologische Seite der gesamten Wertschöpfungskette vom Stromerzeuger bis zum Gasnutzer:

  • Zentrale Elektrolyse-Anlagen mit Anbindung an die Übertragungs- bzw. Verteilnetze und/oder Direktversorgung aus leistungsfähigen Wind- und Solarparks oder Biogasanlagen dienen der Ver-fahrensentwicklung zur Herstellung von Grünem Wasserstoff im technischen Maßstab.
  • Die Einspeisung der Wasserstoffmengen zum weiteren Transport an eine Vielzahl von Abnehmern und zu geeigneten Speichern erfolgt in die bereits vorhandene mitteldeutsche Wasserstoff-Pipeline.
  • Die Speicherung wird durch das Anbinden von Wasserstoff-Kavernenspeicher-Projekten an die Wasserstoff-Pipeline erreicht.
  • Systemlösungen zur Bereitstellung des Stromes, zur Steuerung der Elektrolysen, zur Integration der Gasnetze und zur Wasserstoffspeicherung werden erarbeitet.
  • Dieser zentrale Ansatz von HYPOS wird gegebenenfalls unterstützt durch die Etablierung einer Methanisierung, die eine deutlich intensivere Nutzung der vorhandenen Erdgasinfrastruktur für Transport-, Verteilungs- und Speicher- und Mobilitätsanforderungen möglich macht.
  • Durch eine Technologie- und Nutzenoptimierung über die gesamte Prozesskette wird die wirtschaftliche Herstellung von Grünem Wasserstoff Realität. So gewonnene Erkenntnisse bei zentraler Gestaltung werden nutzbringend auch in dezentrale Betriebskonzepte übersetzt.
  • Nutzung des temporären Überschussstroms zur Erzeugung von Wasserstoff (H2) via Elektrolyse in großtechnischem Maßstab.

In der folgenden Tabelle sind die wesentlichen Daten zum Projekt zusammengestellt.

ProjektnameHYPOS - HYDROGEN POWER STORAGE & SOLUTIONS EAST GERMANY
KategoriePraxisprojekt
Betriebszustandin Planung
Einweihungk. A.
Eingangsleistung Stromk. A.
H2-Produktionk. A.
SNG-Produktionk. A.
CO2-Quellek. A.
Abwärmenutzungk. A.
StandortSachsen-Anhalt