Leuchtturmprojekt Power-to-Gas Baden-Württemberg (PtG-BW)

Eine wesentliche Grundlage für die geplanten F&E-Aktivitäten ist das umfassende Monitoring einer nach dem aktuellen Stand der Technik errichteten Power-to-Gas-Anlage. Die elektrische Leistungsaufnahme beträgt ca. 1 MWel (Technologie: Alkalische Elektrolyse, AEL). Die Energiedienst AG als Betreiber der Anlage und der Standort am Laufwasserkraftwerk im südbadischen Wyhlen wurde vom Projektkoordinator ZSW im Rahmen eines öffentlichen Vergabewettbewerbs ermittelt.

An die Power-to-Gas-Anlage der Energiedienst AG wird eine F&E-Plattform angebunden. Dort soll unter industriellen Bedingungen ein 300 kWel Elektrolyseur (AEL) des ZSW erprobt und weiterentwickelt werden. Vom Projektpartner DLR entwickelte kosten- und effizienzoptimierten AEL-Elektrodenbeschichtungen sollen dort in einen wirtschaftlich relevanten Maßstab überführt werden. Bei Erfolg der Entwicklungsarbeiten kann Energiedienst den in der F&E-Plattform erzeugten eH2 zusätzlich verwerten und den 300 kWel Elektrolyseur auch nach Projektende weiter betreiben.

Aber auch andere für einen wirtschaftlichen Erfolg des Verfahrens relevante Komponenten und Subsysteme sollen im Rahmen des Projektes weiterentwickelt werden. So ist etwa die Konzeptentwicklung eines elektrochemischen Kompressors für eine effizientere Trailer-Befüllung durch den Projektpartner ISE geplant. Das Konzept der „Smart-Gaseinspeisung“, eine Möglichkeit zur perspektivischen Steigerung der Power-to-Gas-Nutzungsgrade, soll durch das DVGW-EBI weiter verbessert werden.

Das Land Baden-Württemberg fördert das Leuchtturmprojekt mit insgesamt 4,5 Millionen Euro.

 

In der folgenden Tabelle sind die wesentlichen Daten zum Projekt zusammengestellt. 

ProjektnameLeuchtturmprojekt Power-to-Gas Baden-Württemberg
StandortGrenzach-Wyhlen, Baden-Württemberg
Verantwortlicher

Demonstrationsanlage: Energiedienst AG

F&E-Plattform: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)

KategorieForschung und Praxis
NutzungspfadKraftstoff
Eingangsleistung Strom

Demonstrationsanlage: 1000 kW

F&E-Plattform: 300 kW

Betriebszustandin Planung

Kooperations-

partner

Institut für Technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (DVGW-EBI), Energiedienst AG, NuCellSys, Zweckverband RBB Böblingen, Stadtwerke Sindelfingen, Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg (e-mobil BW), Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
H2-Produktion

Demonstrationsanlage: 200 Nm3 / h

F&E-Plattform: 70 Nm3 / h

CH4-Produktionkeine

CO2-Quelle für Methanisierung

keine

Abwärmenutzunggeplant für Demonstrationsanlage
Anlagenkomponenten

k. A.

Zielstellung des Projektsk. A.
Besonderheiten des Projekts

k. A.

 

Quellenwww.ptg-bw.de