Umsetzungsstand bei Methan

Herausforderung

Die Methanisierung ist ein zusätzlicher Umwandlungsschritt im Power-to-Gas-Verfahren und bedeutet somit einen weiteren Wirkungsgradverlust. Jedoch kann die Methanisierung auch direkt im Fermenter einer Biogasanlage durchgeführt werden.

Mit diesem sogenannten In-situ-Verfahren wird als Kohlendioxidquelle für die Methanisierung direkt, ohne vorherige Abtrennung, das im Biogas enthaltene Kohlendioxid genutzt. So können Synergien erschlossen und die Effizienz des Gesamtprozesses gesteigert werden.

Umsetzungsstand

Um über Methanisierung die benötigte Gasqualität bereitstellen zu können, müssen bestimmte Anforderungen erfüllt werden. Das betrifft sowohl das Anlagenkonzept als auch die Reaktionsführung. Aktuell verfügbare Anlagen erreichen bereits Methangehalte von über 94 Prozent.

Das zur Methanisierung notwendige Kohlendioxid kann aus biogenen, effizient erschließbaren Kohlenstoffquellen (z. B. Kohlendioxid aus Biogas, Biomassevergasung oder aus Brauereien, Ethanolindustrie oder aus Klärgasen) herangezogen werden. Aber auch die Kombination mit CO2 aus konventionellen Kraftwerken oder Prozessen, wie beispielsweise der Zement- oder Stahlherstellung, kann eine Option zur CO2-Minderung im Energiesystem darstellen.

 

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