Künstliche Inseln als Wasserstoffspeicher für Offshore

Europäisches Konsortium entwickelt Verteilkreuz-Konzept, um Offshore-Windenergie mit Wasserstoffspeicher zu erleichtern.

Die internationalen Konsortialpartner des North Sea Wind Power Hub (NSWPH) haben nun die Ergebnisse der Bewertungsphase dieses Projekts vorgestellt. Dafür haben sie die Bedingungen für den Bau eines oder mehrerer Windenergie-Verteilkreuze in der Nordsee analysiert, Studien durchgeführt, Szenarien untersucht, Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern, führenden Offshore-Windparkentwicklern und Nichtregierungsorganisationen (NRO) geführt.

Ziel des Projektes ist es, den großanglegten Ausbau und die Integration von Offshore Windenergie in küstenfernen Regionen voranzutreiben. Das soll unter geringstmöglichen Kosten für die Gesellschaft realisiert werden und gleichzeitig eine hohe Versorgungssicherheit gewährleisten. Die Basis dafür ist ein international koordinierter Ausbau von Windenergie-Verteilkreuzprojekten. Dabei soll außerdem die Anbindung der Windenergie, Kopplung der Energiemärkte durch Interkonnektoren sowie eine intelligente Integration in das Energienetz an Land, einschließlich Strom-in-Gas-Umwandlung (Power-to-Gas), kombiniert werden.

Ein Auszug aus den wichtigsten Untersuchungsergebnissen:

  • Das Windenergie-Verteilkreuzkonzept ist technisch umsetzbar.
  • Ein schrittweiser Ausbau von Verteilkreuzen von 10 bis 15 Gigawatt ist der nächste logische Schritt in Richtung eines großen Ausbaus der Offshore-Windenergie.
  • Das erste Windenergie-Verteilkreuzprojekt wird voraussichtlich rein elektrisch mit dem landseitigen Netz verbunden und zusätzlich landseitig um eine Strom-in-Gas-Umwandlung (Power-to-Gas) ergänzt werden, um die Flexibilität des Energiesystems zu gewährleisten. Das Projekt könnte in den 2030er Jahre in Betrieb gehen.

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