Hessen will Fliegen umweltfreundlicher machen

Das Land Hessen fördert eine Pilotanlage für strombasiertes Kerosin.

Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, klinkt sich Hessen in die Forschung zu synthetischem Kerosin ein. Ziel sei es, das Fliegen nachhaltiger zu organisieren, sagt die Chefin der Stabsstelle Fluglärmschutz, Regine Barth. Ein völliger Verzicht auf Flüge sei in Zeiten von Globalisierung und Völkerverständigung unrealistisch. Elektroantrieb für die Langstrecke auf absehbare Zeit keine Lösung. Deshalb sei es wichtig, die Entwicklung treibhausgasneutraler Antriebe voranzutreiben.

Als Standort von Deutschlands größtem Flughafen sollte Hessens dabei mitmischen, meint Barth. Das wurde bereits im schwarz-grünen Koalitionsvertrag vereinbart. Im Januar geht es nun los. Dann nimmt der Leiter des „Kompetenzzentrums für Klima- und Lärmschutz im Luftverkehr“ seine Arbeit auf. In den nächsten Monaten werden drei Mitarbeiter sein Team komplettieren. Ihr Auftrag: mit Partnern eine Pilotanlage für Power-to-Liquid (PtL) aufzubauen, um Herstellung und Vertriebswege für das sogenannte E-Kerosin zu testen.

Startbudget von 15 Millionen Euro

Eingebettet ist das Vorhaben in andere Aktivitäten – auch des Bunds; Barth rechnet damit, dass es von diesem Fördermittel geben wird. Die Landesregierung hat im Haushaltsentwurf ein Startbudget von insgesamt 15 Millionen Euro veranschlagt, plus etwa 2 Millionen pro Jahr für laufende Kosten und weitere Projekte.

Es sind Investitionen in die Zukunft. Schnelle Ergebnisse seien nicht zu erwarten, sagt Barth. 15 bis 20 Jahre werde es vermutlich dauern, bis Maschinen am Frankfurter Flughafen PtL tanken könnten, vermutlich werde es mit Beimischungen losgehen.

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