Open Grid Europe (OGE) realisiert Einspeisung von grünem Wasserstoff

OGE schließt ersten Vertrag zur Wasserstoffeinspeisung

Energate Messenger berichtet: Der Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) hat mit einem Bürgerwindpark im Emsland einen Vertrag über die Wasserstoffeinspeisung unterzeichnet. Ab dem kommenden Jahr sollen rund 400 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde in das dortige OGE-Netz eingespeist werden. Der Strom für die Wasserstoffelektrolyse stamme aus den 16 Windkraftanlagen des Bürgerwindparks "Fehndorf-Lindloh", teilte OGE mit. Im Zuge einer Erweiterung des 67,2 MW umfassenden Projekts soll dort künftig ein Elektrolyseur mit einer Leistung von 2 MW entstehen. "Mit diesem Vertrag realisieren wir die erste Einspeisung von grünem Wasserstoff in unser Leitungssystem", kommentierte Frank Reiners, kaufmännischer Geschäftsführer der OGE, anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

Die neue Power-to-Gas-Anlage ist Teil des Forschungsprojektes "Clean Energy Conversion" (CEC) an der neben der Bürgerenergiegenossenschaft auch der Energiekonzern Innogy, der Windradhersteller Enercon und der Projektierer Agrowea beteiligt sind. Ziel des Projektes ist es, 75 Prozent des Energiebedarfs der Kommune Haren an der Ems zu decken (energate berichtete). Die Einspeisung des im Rahmen des Projektes erzeugten Wasserstoffs ins Fernleitungsnetz der OGE ist auch bereits Teil des Netzentwicklungsplans Gas 2020, der sich derzeit in der Konsultation befindet (energate berichtete). Als nächsten Schritt wollen die Projektpartner nun einen Realisierungsfahrplan entwickeln.

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