Positionspapier Wind-to-Gas

Bundesverband WindEnergie e.V fordert 12 Maßnahmen für schnelleren Markthochlauf von grünem Wasserstoff

Der Branchendienstleister Energate berichtet: Im Positionspapier des Bundesverband WindEnergie e.V. werden zwölf Maßnahmen und Nachbesserungen, die den Markthochlauf der Power-to-Gas-Technologie beförden sollen.

Der Verband fasste diese in zwölf Punkten zusammen. "Unser Ziel ist ein strommarktorientiertes und netzdienliches Marktanreizprogramm, das die flexible Umwandlung von Windenergie durch Elektrolyseure belohnt", beschreibt der Bundesverband seine Intention.
 

Umlagen-Erlass für netzdienliche Anlagen


So müsse beispielsweise der existierende Rechtsrahmen "rechtssicher und praxistauglich überarbeitet werden", damit Unternehmen realistische Geschäftsmodelle entwickeln können, fordert der BWE etwa. Dazu zählen insbesondere die steuerlichen Belastungen durch Abgaben und Umlagen. Wenn eine Power-to-Gas-Anlange netzdienlich agiert, sollten dem Betreiber Steuern, Abgaben und Umlagen vollständig erlassen werden, empfiehlt der BWE. Das wäre dann der Fall, wenn Windstrom im Elektrolyseur noch vor dem Netzeinspeisepunkt umgewandelt wird. Voraussetzung dafür sei, dass die vom Netzbetreiber vorzuhaltende Netzanschlusskapazität für die Gesamtanlage - also Windpark und PtG-Anlage - der Summe der Nennleistung aller Windenergieanlagen minus der Summe der Nennleistung aller PtG-Anlagen entspreche. Mit anderen Worten: die Netzanschlusskapazität des Windparks werde um die Leistung des Elektrolyseurs reduziert.
 

Mehr Geld und Zeit für Projekte


Zwar treibe die Bundesregierung mit den Schaufenster-Projekten (Sinteg) sowie mit der Förderung der Reallabore mit dem Fokus CO2-armer Wasserstoff die Forschung und Praxistests voran, so der BWE. Allerdings seien diese Projekte "deutlich überreguliert" und schränken den Spielraum für Innovationen ein. Auch der Zeitraum sei sehr begrenzt, sodass die Projekte nach Ablauf der Förderdauer häufig unrentabel werden. Hier schlägt der Verband eine Förderung über den Betriebskosten vor, "um Betriebsmodelle und Technologien in größerem Umfang zu erproben und Skaleneffekte zu ermöglichen". Weitere Vorschläge des BWE seien unter anderem eine bessere Anerkennung für Bereitstellung von Flexibilitäten sowie eine wirksame CO2-Bepreisung, um grüne Gase im Wettbewerb mit Erdgas zu stärken.

Zur Originalmeldung: hier

Zum Positionspapier " Wind-to-Gas: Maßnahmen für den Marktanlauf "