Weltweite Energieversorgung

Internationalen Energieagentur (IEA) stellt World Energy Outlook 2019 vor

Andreas Feicht, Staatssekretär für Energiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: „Die zentrale Herausforderung besteht darin, trotz des stark wachsenden Energiebedarfs in den Ländern des Globalen Südens die weltweiten Emissionen von Treibhausgasen drastisch zu senken."

Der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Dr. Fatih Birol, hat beim Bundesverband der Deutschen Industrie in Berlin den World Energy Outlook 2019 vorgestellt.

Andreas Feicht, Staatssekretär für Energiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, sagt dazu: „Der World Energy Outlook benennt die Herausforderungen beim Umbau der weltweiten Energieversorgung. Global gesehen besteht die zentrale Herausforderung darin, trotz des stark wachsenden Energiebedarfs in den Ländern des Globalen Südens die weltweiten Emissionen von Treibhausgasen drastisch zu senken. Der World Energy Outlook betont die weltweiten Potenziale von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien, insbesondere Wind auf See, die es zu heben gilt. Im Rahmen unserer anstehenden deutschen Präsidentschaft in der Nordsee-Kooperation steht dieses Thema bereits auf der Agenda. Aber unsere ambitionierten langfristigen Klimaschutzziele sind nicht allein durch Effizienzsteigerung und erneuerbare Stromerzeugung zu erreichen. CO2-freie beziehungsweise CO2-neutrale Gase werden eine zunehmende Rolle spielen müssen. Mit unserer nationalen Wasserstoffstrategie, die wir bis Ende des Jahres beschließen werden, schaffen wir ein wichtiges Fundament für die erfolgreiche Dekarbonisierung unserer Volkswirtschaft.“

Weltweit ist für die IEA auf Basis der bestehenden Rahmenbedingungen ein Ende der Ära der fossilen Energieträger noch nicht absehbar, erforderlich wären erhebliche zusätzliche politische Anstrengungen. Beleg hierfür sind auch die 2018 abermals gestiegenen energiebedingten CO2-Emissionen. Die steigende Energienachfrage insbesondere in den Schwellenländern wird die nächsten Jahrzehnte prägen. In Europa sind die Emissionen 2018 erneut zurückgegangen (in Deutschland um 4,5 Prozent) und werden nach Projektion der IEA auch perspektivisch weiter sinken.

Der jährlich erscheinende World Energy Outlook der IEA gilt als internationale Leitpublikation zur zukünftigen Entwicklung der globalen Energieversorgung. Die Erstveröffentlichung des diesjährigen World Energy Outlook erfolgte am Mittwoch, 13. November, in Paris.

Mehr Informationen über dern World Energy Lookout finden sie hier.

Zur Originalmeldung des BMWi