Power-to-X ist weltweit im Kommen

Strombasierte Brennstoffe könnten nach Ansicht von Experten eine entscheidende Rolle bei der Energiewende spielen. "Zwei von fünf Szenarien der EU-Klimaschutzstrategie für 2050 legen den technologischen Schwerpunkt auf Wasserstoff beziehungsweise Power-to-X", sagte Tudor Constantinescu von der EU-Kommission bei einer Veranstaltung der Deutschen Energieagentur (Dena) in Berlin.

In der Erneuerbaren-Richtlinie RED II habe die EU an verschiedenen Stellen erste Weichen gestellt, um diesen Technologien zum Durchbruch zu verhelfen. Power-to-X-Lösungen seien womöglich das "fehlende Bindeglied" für die Sektorkopplung, pflichtete Axel Bree aus dem Bundeswirtschaftsministerium bei.

Im Moment sei Power-to-X (PtX) im Vergleich zu Erdgas und anderen Sektorkopplungs-Technologien wie Wärmepumpen oder Elektroautos aber zu teuer. Die Erzeugungskosten von Wasserstoff seien ungefähr zehnmal so hoch wie von Erdgas, rechnet er vor. Dennoch unterstütze die Bundesregierung den Markthochlauf. Dabei konzentriert sie sich derzeit auf die Reallabore, also großformatige Demonstrationsprojekte, in denen auch regulatorische Neuerungen ausprobiert werden können. Die energieintensive Industrie habe heute schon die Möglichkeit, Elektrolyseanlagen zur Wasserstofferzeugung relativ kostengünstig zu betreiben, indem sie von Umlagen und Abgaben auf den Strompreis entlastet wird.

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Quelle Teaserfoto: Shutterstock / Oil and Gas Photographer