17. - 18.02.2020

Abschlusskonferenz des Innovationsprojekts STORE&GO

Das Innovationsprojekt STORE&GO kommt nach vierjähriger Laufzeit zu einem Ende. Die Projektpartner werden ihre wichtigsten Ergebnisse auf der wissenschaftlichen Abschlusskonferenz vom 17.-18.02.2020 präsentieren.

Die Veranstaltung

Die Projektpartner präsentieren ihre Ergebnisse aus den folgenden Untersuchungsfeldern: Erfahrungen aus dem Betrieb, Bewertung der Technologieentwicklung, Lebenszyklusanalyse, Auswirkungen von PtG auf E-Netze und Gasnetze, Markt- und Regulierungsaspekte sowie eine geografische Potenzialanalyse für PtG.

Die zweitägige Veranstaltung findet vom 17. bis 18. Februar 2020 in Karlsruhe statt.

Zur Anmeldung: hier

Das Projekt

Seit dem 1. März 2016 untersuchen 27 europäische Partner das Potenzial von Power-to-Gas (PtG)-Anwendungen im europäischen Energienetz als wesentlichen Schritt des Energiewandels. Ausgehend von der geplanten Reduzierung des europäischen CO2 Fußabdrucks, nimmt STORE&GO an, dass große Teile des zukünftigen Energiebedarfs durch die effizienteste, direkte Nutzung erneuerbarer Energien gededckt wird. Die Integration wachsender Mengen an erneuerbaren Energien ist jedoch mit technologischen Schwierigkeiten verbunden. Auch wenn die Batterieanlagen immer leistungsfähiger und preisgünstiger werden und damit für die Energiespeicherung und die Stabilisierung des Stromnetzes immer wichtiger werden, könnten sie die wachsende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen nicht bewältigen. Die langfristige und großflächige Speicherung erfordert eine höhere Energiedichte, geringere Kosten und weniger Selbstentladung. Eine Option ist Power to Gas (H2 und CH4). PtG ermöglicht die Speicherung von Energie durch die Produktion von synthetischem Erdgas (SNG). Die Erzeugung von Gas aus erneuerbarer elektrischer Energie mit Hilfe der PtG-Prozesse ist bei weitem der vielversprechendste Weg zur Speicherung großer Energiemengen. Sie verringert auch den Bedarf und die Kosten für den Ausbau des Stromnetzes, da Wasserstoff oder synthetisches Erdgas im bestehenden Gasnetz leicht transportiert werden können. Gefördert im Rahmen von Horizon 2020 betreibt STORE&GO derzeit drei Pilotanlagen mit verschiedenen innovativen Power-to-Gas-Technologien: in Falkenhagen (Deutschland); in Solothurn (Schweiz); und in Troia (Italien). Das projekt wird nicht nur durch die multinationale, sondern auch durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit genährt, die erforderlich ist, um den Bedarf an einer großen Vielfalt an Fachwissen zu decken.

Projektumfang

Es sollen die Stärken von PtG analysiert werden, um präzise Empfehlungen geben zu können, wie und wo die Technologie eingeführt werden kann. Politiker und Investoren sollen so dazu konsultiert werden, wie, wann und wo sie diese Technologie einsetzen können, um einen Business Case zu generieren, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Umwelt zu schützen. Aus diesem Grund umfasst das STORE&GO-Konsortium große Industrieunternehmen, innovative Kleinunternehmen und Forschungsinstitute, die sich gemeinsam auf Reaktorkonzepte, Stromnetze, technisch-wirtschaftliche Studien, Geschäftsentwicklung und rechtliche Aspekte konzentrieren. Die große Vielfalt der Partner liefert die für ein solches Vorhaben erforderliche Erfahrung und das Wissen und stellt sicher, dass die Aktivitäten von STORE&GO zu realen Veränderungen führen. Die Forscher arbeiten daran, die Technologie zu verbessern, Geschäftsmodelle zu finden und den rechtlichen Rahmen für diese neue Technologie zu definieren.

Die Technologie

Alle drei Demonstrationsanlagen beinhalten neue Methanisierungstechnologien. Die PtG-Anlagen sind in die bestehenden Strom-, Wärme- und Gasnetze integriert. Dies ermöglicht den Forschern, das erneuerbare Methan ohne Einschränkungen klimaneutral in das bestehende Erdgasnetz einzuspeisen. Das synthetische Gas kann für eine Vielzahl von Kundenanwendungen zur Verfügung gestellt werden. "Die Demo-Standorte bieten sehr unterschiedliche Testumgebungen, z.B. unterschiedliche Klimata und Topologien; verschiedene Netzarten wie Übertragung oder Verteilung; verschiedene Kombinationen von Sonnen-, Wind- und Wasserenergie und verschiedene CO2-Quellen, einschließlich Bioethanol, Abwasser und direkt aus der Luft.

Mehr Informationen über das Projekt: hier