Erzeugung synthetischer Energieträger

Erforscht und erprobt

Die Technologie

Power to Gas beschreibt das Verfahren, bei welchem Wasser (H2O) mithilfe von Strom per Elektrolyse in Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) aufgespalten wird.

Der durch Elektrolyse gewonnene Wasserstoff kann entweder direkt genutzt oder zu anderen gasförmigen oder flüssigen Energieträgern (auch als “Power Fuels” bezeichnet) weiterverarbeitet werden, zum Beispiel zu:

  • Methan: über eine katalytische oder biologische Methanisierung wird (gasförmiges) synthetisches Methan erzeugt, welches fossilem Erdgas sehr ähnlich ist und dieses substituieren kann, bspw. im Erdgasnetz oder Erdgasanwendungen
  • Methanol: per Methanolsynthese wird (flüssiges) Methanol erzeugt, welches ein wichtiger Ausgangsstoff für die chemische Industrie ist
  • Diesel: per Fischer-Tropsch-Verfahren kann ein synthetischer Dieselkraftstoff, auch „Blue crude“ genannt, erzeugt und anschließend ohne Einschränkungen im Verkehrsbereich, bspw. im Schwerlastverkehr eingesetzt werden.

Nutzungspfade für Power to Gas

Stand der Technik und Perspektiven

Die Technologien hinter dem Konzept „Power to Gas“ konnten in den vergangenen Jahren erfolgreich weiterentwickelt werden. Alkalische Elektrolyseure sind seit mehreren Jahrzehnten verfügbar und stehen derzeit durch den viel umfassenderen Einsatz im Energiebereich an der Schwelle zur Wachstumsphase. Auch PEM-Elektrolyseure haben die Marktreife erreicht. Eine weitere Senkung der Investitions- und Betriebskosten kann nun über eine Mengen- und Größenskalierung, durch Standardisierung der Anlagenkomponenten sowie die Optimierung des Anlagenkonzepts erreicht werden.

Unsere Expertin

Jeannette
Uhlig

Seniorexpertin Sektorkopplung

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