Fehlende Wirtschaftlichkeit

Chancen im Markt

Chancen im Markt

Rahmenbedingungen

Eine frühzeitige Marktverbreitung von Power-to-Gas-Technologien in Deutschland kann aus industriepolitischer Sicht vorteilhaft sein. Damit sich in diesem Bereich Innovationen entfalten und Märkte entwickeln können, müssen regulatorische Hürden abgebaut und wirtschaftlich günstige Rahmenbedingungen geschaffen werden. Der Errichtung und der Betrieb von Power-to-Gas-Anlagen ist unter derzeitigen Rahmenbedingungen nicht wirtschaftlich.

Eine frühzeitige Marktverbreitung von Power-to-Gas-Technologien in Deutschland kann aus industriepolitischer Sicht vorteilhaft sein. Damit sich in diesem Bereich Innovationen entfalten und Märkte entwickeln können, sollten regulatorische Hürden abgebaut und wirtschaftlich günstige Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Die Errichtung und der Betrieb von Power-to-Gas-Anlagen ist unter derzeitigen Rahmenbedingungen aus folgenden Gründen nicht wirtschaftlich:

  • Die Betriebskosten sind durch hohe Strombezugspreise belastet
    Derzeit ist der Betrieb von Power-to-Gas-Anlagen mit hohen Kosten verbunden. Nachteile gegenüber anderen Energieträgern entstehen primär dadurch, dass Strom aktuell in einem stärkeren Maße mit verschiedenen Abgaben und Umlagen belastet ist. Insbesondere die EEG-Umlage und die Netzentgelte belasten den Strompreis. Der Strombezug für Power-to-Gas-Anlagen ist in der Regel voll umlage- und abgabenpflichtig.
  • Es bestehen kaum finanzielle Anreize für eine systemdienliche Fahrweise von Power-to-Gas-Anlagen
    Power-to-Gas-Anlagen haben den großen Vorteil, nicht nur die Nutzung von regenerativ erzeugtem Strom in den Sektoren Wärme, Verkehr und Industrie zu ermöglichen, sondern auch eine Vielzahl von Systemdienstleistungen für das Stromsystem leisten zu können. Von einigen PtG-Anlagen wird beispielsweise bereits Regelleistung angeboten. Darüber hinaus könnten PtG-Anlagen insbesondere dazu genutzt werden, als zuschaltbare Last oder durch Redispatch anderweitig nicht integrierbare EE-Mengen nutzbar zu machen. Diese konnten netz- oder marktseitig nicht integriert werden und wurden daher über das Einspeisemanagement oder die 6-Stunden-Regel, vgl. § 24 EEG,abgeschaltet. Derzeit fehlen jedoch finanzielle Anreize für die Nutzbarmachung von nicht integrierbarem Strom durch eine systemdienliche Fahrweise von PtG- Anlagen.
  • Es bestehen keine übergreifenden Anreize zur CO2-Vermeidung und zum Ersatz fossiler Energiequelle
    Bisher existiert keine direkte, konsistente und sektorenübergreifende Lenkungswirkung zur Reduktion von CO2-Emissionen. Derzeit werden nur einzelne Bereiche reguliert und/oder einzelne Technologieoptionen in unterschiedlichen Gesetzen befördert.
  • Es gibt nur geringe Erlösmöglichkeiten für PtG-Produkte
    Fehlende CO2-Minderungsanreize führen auch dazu, dass es für PtG-Produkte aktuell nur geringe Erlösmöglichkeiten auf der Abnehmerseite gibt. Außerdem fehlt derzeit ein technologieoffener Ansatz in einem energiewirtschaftlichen Rahmen. Viele Gesetze benachteiligen Power-to-Gas-Anlagen und deren Produkte gegenüber anderen etablierten Technologien und schränken die Nutzung unnötig ein.

Wirtschaftliche Situation von Power-to-Gas-Anlagen

Unsere Expertin

Jeannette
Uhlig

Seniorexpertin Sektorkopplung

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