bioCO2nvert

Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe forscht im Nachfolgeprojekt von bioCONNECT an der Implementierung eines bedarfsgerechten Power-to-Gas Konzeptes in CO2 emittierende Fermentationsanlagen.

Das Ziel des interdisziplinären Forschungsvorhabens bioCO2nvert ist der Nachweis des wirtschaftlichen Betriebs einer biokatalytischen Power-to-(Methan)Gas Anlage anhand des konkreten Fallbeispiels an einer der größten europäischen Bioethanol-Anlagen, indem ein in Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit und technischen Voraussetzungen sehr potenter Industriestandort analysiert wird. Es werden Szenarien erarbeitet, die unter den Aspekten der Teilnahme am Regelleistungsmarkt, der Anrechnung auf die Treibhausquote und Nutzung von innerbetrieblichen Synergien Wirtschaftlichkeit erreichen sollen. Die sich aus den Geschäftsmodellen ergebenen dynamischen Betriebsprofile werden an einer speziell dafür zu konstruierenden biokatalytischen PtG-Anlage experimentell in Echtzeit-Simulation überprüft und optimiert.

Am Ende entstehen ein Business Case, ein optimierter Katalyseprozess und übertragbare Werkzeuge für die Durchführung weiterer Anwendungsfallstudien.

Ein Projektkonsortium aus zwei Hochschulprofessoren und vier entlang der Wertschöpfungskette ausgerichtete Industriepartner entwickeln auf diesem Weg eine sektorenübergreifende Systemlösung für die Speicherung von volatilem erneuerbaren Strom und die emissionsverbesserte Produktion von Biokraftstoff.

In der folgenden Tabelle sind die wesentlichen Daten zum Projekt zusammengestellt:

Projektname bioCO2nvert
Standort Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Institut für Lebensmitteltechnologie, Lemgo
Verantwortliche Prof. Dr.-Ing. Jan Schneider, Timo Broeker
Kategorie Forschung
Nutzungspfad Einspeisung ins Gasnetz
Eingangsleistung Strom k. A.
Betriebszustand in Betrieb
Betriebszustand seit 01.08.2018
Kooperationspartner Klärgastechnik Deutschland GmbH, MicrobEnergy GmbH, PRG Präzisions-Rührer   Gesellschaft mbH, Südzucker AG
H2-Produktion 6,8 KG
CH4-Produktion 13,6 KG
CO2-Quelle für Methanisierung

Alkoholische Gärung (Fermentation)

Abwärmenutzung nein
Anlagenkomponenten

Wasserstoff Elektrolyseur, Bioethanolanlage, Reaktor zur Umsetzung von CO2 und H2 zu CH4

Zielstellung des Projekts optimierter Katalyseprozess und übertragbare Werkzeuge für die Durchführung weiterer Anwendungsfallstudien
Förderer Bundesministerium für Bildung und Forschung
Förderprogramm FHprofUnt
Laufzeit bis 31.07.2021