Energiepark Mainz

Die vier Partner Mainzer Stadtwerke AG, Siemens AG, Linde AG und die Hochschule RheinMain haben gemeinsam Mitte 2015 eine bis zu 6 MW_el leistungsstarke Elektrolyseanlage zur Aufnahme von überschüssiger Windenergie im Wirtschaftspark Mainz-Hechtsheim errichtet.

Der produzierte Wasserstoff wird vor Ort kurz zwischengespeichert und dann verschiedenen Anwendungen - Industrie, Mobilität, Beimischung ins Erdgasnetz - zugeführt. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie finanziell gefördert und ging Anfang 2018 in den wirtschaftlichen Betrieb. Inzwischen wird die Anlage gemeinsam von Linde und den Mainzer Stadtwerken betrieben.

Projektziele

  • Lokale Netzintegration erneuerbarer Energien durch Speicherung fluktuierender Stromeinspeisung und Erbringung von Systemdienstleistungen im Stromnetz durch verschiebbare Last (u.a. Regelenergie)
  • Entwicklung eines innovativen Steuer- und Regelungskonzeptes unter Berücksichtigung der Windprognose, der Preisentwicklung am Strommarkt sowie den Erfordernissen des Wasserstoffmarkts bzw. Erdgasnetzes
  • Entwicklung, Erprobung und Einsatz von innovativen Technologien bei der Produktion von Wasserstoff durch Wasserelektrolyse
  • Errichtung & Fertigung der Elektrolyse bis 2014
  • Inbetriebnahme der Forschungsanlage bis 2015
  • Wirtschaftlicher Betrieb ab Anfang 2018

In der folgenden Tabelle sind die wesentlichen Daten zum Projekt zusammengestellt:

Projektname
Energiepark Mainz
StandortWirtschaftspark Mainz-Hechtsheim
Kategorie
Kommerzielles Projekt
NutzungspfadMobilität & Stoffliche Nutzung
Betriebszustand
in Betrieb
Einweihung2015
Eingangsleistung Strom
6.000 kWel
H2-ProduktionPEM-Elektrolyseur, Durchsatz: max. 1.000 Nm³/h
SNG-Produktionkeine
Abwärmenutzungkeine